Sieg, ab wie die Feuerwehr und Verletzung

Für das Swiss MTB Pro Team ging am Sonntagabend ein äusserts ereignisreiches und spannendes Rennwochenende (Donnerstag bis Sonntag) zu Ende. Während Ramona und Jennifer Kupferschmied den Sieg am ENDURO TEAM in Davos einfahren wollten, kämpfte am frühen Sonntagmorgen Tina Züger mit der U23-Weltspitze um «Ruhm und Ehre». Und Nils Brun? Auch er wollte an unserem letzten Weltcup der Saison 2021 sein Bestes geben. Er freute sich sehr auf das Heim-Rennen. Leider verletzte er sich am Donnerstag im Training, musste am Knie eine Wunde nähen lassen und konnte gestern das U23-Rennen der Herren nicht bestreiten. Wermutstropfen: Nils qualifizierte sich für die Strassen EM vom kommenden Wochenende im Trentino (IT). Wir gratulieren! Die Teilnahme scheint durch seine Verletzung nicht gefährdet zu sein.
So, nun zu den beiden Berichten:

Ramona und Jennifer am ENDURO TEAM Davos: In den letzten zwei Jahren wurden die beiden jeweils Zweitplatzierte. Letztes Jahr fehlte wieder nicht viel zum Totalerfolg, aber viele Stürze verhinderten den Sieg. Dieses Jahr fuhren Ramona und Jenny eine ganz andere Strategie. Der Spass, nicht die Rangierung, stand im Zentrum. Ramona sagte: «Letztes Jahr setzten wir uns unglaublich unter Druck. Dadurch fuhren wir nicht sauber und es unterliefen uns eine Menge Fehler. Dies führte zu vielen Stürzen. Wir wollten einfach viel zu viel».
Somit schauten sie auch nicht nach jeder Stage auf die Zeiten, sondern jeweils erst am Abend. Im diesjährigen Wettkampf wurden 14 Stages mit einer Länge zwischen 3 und 11 Minuten während 3 Tage bestritten.
Jennifer hatte im Vorfeld wenig Zeit für eine gezielte Vorbereitung. Die in diesem Jahr etwas kürzeren Stages-Zeiten kamen ihr entgegen. Zudem bestritt Ramona als stärkere und aktuell professionelle DH-/ Enduro-Fahrerin alle Führungsarbeit. So konnte sich Jennifer auf eine saubere Fahrt konzentrieren und wusste immer was vorne kommt. Ramona und Jenny stürzten in den drei Tagen bloss je einmal ohne gravierende Folgen. Am Schluss siegten sie überlegen mit knapp 7 Minuten Vorsprung. Dies bei einer Gesamtzeit von 1:27:32 Stunden. BRAVO! Wir gratulieren herzlich.
Hier geht es zum Bericht des Veranstalters: https://enduro-team.ch/190-teams-feiern-trailspass-und-kameradschaft-bei-mondraker-enduro-team-in-davos/

Tina Züger wusste nach ihrem Rennen folgendes zu berichten:
«An die Lenzerheide habe ich nicht gerade die besten Erinnerungen. An der WM 2018 und am Weltcup 2019 wurde ich bereits in der ersten Abfahrt von anderen in einen Sturz verwickelt und kam erst weit hinten wieder weg.  Da war also definitiv Luft nach oben. Gerade noch als letzte, wurde ich in die erste Startreihe aufgerufen. Das erste Mal zuvorderst starten! Da ich den äussersten Platz auf der linken Seite hatte und die erste Kurve auch nach links ging, wusste ich, dass ich als eine der ersten dort einbiegen musste. Denn sonst würden die anderen von rechts zu machen. Mein Start war gut und ich führte sogar das Feld bis kurz vor die erste Abfahrt an. Danach musste ich für das hohe Anfangstempo zahlen und fiel zurück. Ich konnte mich jedoch nochmals fangen und einige Plätze gut machen. Am Ende war es Rang 14. Als Fazit kann man sagen, dass der Start definitiv zu schnell war, das Rennen aber ganz solid.».

Anm. der Redaktion: Tina war bis heute nicht als Schnellstarterin bekannt. In ihrer Ausgangsposition, in der ersten Reihe mit der folgenden Linkskurve, fiel sie die richtigen Entscheide. Tina ging ab wie die Feuerwehr. Da war es klar, dass sie für ihren schnellen Start in der Folge etwas würde büssen müssen. Mit der 8besten letzten Rundenzeit, zeigte Tina einmal mehr was für eine starke Fahrerin sie ist. Tinas 14. Platz auf der Lenzerheide bedeutete als drittbeste Schweizerin klassiert zu sein.
Wir gratulieren herzlich!

Weiter geht es bereits am nächsten Wochenende (Donnerstag bis Samstag) für Ramona Kupferschmied mit der Enduro World Series in Crans-Montana https://de.ewscransmontana.com.
Nils Brun fährt, wie bereits erwähnt, an der Europameisterschaft auf der Strasse.

Beiden wünschen wir viel Erfolg.

 

© Alphafoto
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© Kathrin Senn
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